Marius Mayr
Abschluss: 2026 / Fachrichtung: Maschinenbau
Erst kürzlich stand Marius Mayr gemeinsam mit einem weiteren Absolventen unserer Technikerschule in der Augsburger Allgemeinen im Mittelpunkt. Dabei ging es um seinen Weg von der Ausbildung über die Technikerschule bis hin zu seinem heutigen Berufsleben.
Für uns war das ein guter Anlass, noch einmal genauer nachzufragen: Was hat ihm die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker gebracht? Welche Erfahrungen hat er während und nach der Ausbildung gesammelt und wie sieht sein beruflicher Alltag heute aus?
Im Gespräch erzählt er von seinem persönlichen Weg, den Chancen, die sich durch die Weiterbildung ergeben haben, und davon, warum es für ihn wichtig ist, sich auch nach dem Abschluss kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Was machst du heute beruflich?
Als Projektleiter Manufacturing Engineering bestehen meine Aufgaben aus der Planung, Entwicklung und Industrialisierung neuer Technologien und Produktionsprozesse. Dazu gehören die Beschaffung und Projektierung von Standard- und Sondermaschinen inklusive Lieferantenauswahl und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
Außerdem übernehme ich die Projektleitung bei Anlagenbeschaffungen – von der Planung über die Inbetriebnahme und Abnahme bis zur Übergabe an die Fertigung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Optimierung von Prozessen und Produktionsabläufen.
Darüber hinaus erstelle ich Layouts im Produktionsumfeld, inklusive Logistikflächen, Materialflussplänen etc., sowie organisiere und moderiere bzw. leite Kundentermine, Liefertermine und interne Meetings.
Das ist grob zusammengefasst. Es ist noch viel mehr – und genau das macht den Job so cool und interessant.
Inwiefern hat dir der Abschluss an der TA in deiner beruflichen Laufbahn geholfen?
Der Abschluss hat mir sehr geholfen, insbesondere die Mischung aus den vielen verschiedenen Fächern. Das Wissen, man hat jetzt nach dem Abschluss einen Bachelor und ist Maschinenbautechniker, gibt mir zusätzliches Selbstbewusstsein. Auch die Wahrnehmung durch andere hat sich dadurch verändert. Ich sage immer: Der Technikerabschluss war meine Eintrittskarte – quasi der Dosenöffner zu einem besseren Job mit mehr Verantwortung. Darauf darf man sich allerdings keinesfalls ausruhen. Gerade im Berufsleben geht es darum, das gewonnene Wissen praktisch anzuwenden, weiterzuentwickeln und kontinuierlich dazuzulernen. Die Weiterbildung hat mich aber nicht nur fachlich vorangebracht, sondern auch persönlich und mental weiterentwickelt und gestärkt.
Blicken wir zurück auf deine Zeit an der TA: Was hättest du gerne schon damals gewusst?
Rückblickend hätte ich schon damals gerne gewusst, dass nicht immer alles sofort funktionieren muss. Man macht sich oft zu viele Gedanken darüber, ob man gut genug ist oder den richtigen Weg einschlägt. Heute weiß ich, dass Fehler dazugehören und man gerade aus ihnen das meiste lernt. Wichtig ist, dranzubleiben und sich selbst zu vertrauen.
Was sind deine nächsten Ziele oder Pläne?
Mein Ziel ist es, nicht stehen zu bleiben. Ich möchte mein Wissen aus der Technikerausbildung stetig auffrischen, meinen Job weiterhin motiviert und verantwortungsvoll ausüben und viele Projekte erfolgreich ins Ziel bringen. Nächstes Jahr feiere ich mein 10-jähriges Jubiläum bei meiner Firma. Darauf freue ich mich sehr und natürlich auch darauf, noch viele weitere schöne Jahre dort zu arbeiten.
Auch persönlich möchte ich mich weiterentwickeln, an meinen Schwächen arbeiten und diese nach und nach abstellen. Gleichzeitig möchte ich meinen Hobbys Fußball und Eishockey nachgehen und Stück für Stück meine persönlichen Reiseziele abhaken.
Welchen Tipp würdest du heutigen Schüler:innen der Technikerschule geben?
Da ich selbst meine Erfahrungen gemacht habe, kann ich euch sagen: Gebt niemals auf, egal, wie es aussieht. Zieht angefangene Sachen durch, versucht nie, stehen zu bleiben, und bleibt immer respektvoll und engagiert. Denn dann stehen euch alle Türen offen. Was mir auch sehr geholfen hat, war, Mitglied einer Lerngruppe zu sein. Auch wenn ich die Mitschüler in der Lerngruppe anfangs nicht kannte, wurden sie letztendlich zu guten Freunden und wir haben uns durch unsere unterschiedlichen Lerntypen super ergänzt.