Kontakt | Impressum | 19.01.2019 _ 18:41 h

DIY-Wasserkraftwerk

Nadine Gollinger will umweltfreundlich und regenerativ Strom erzeugen und liefert mit ihrer Projektarbeit die Bauanleitung für ein Wasserkraftwerk – Do It Yourself!

Die kinetische Energie der Schmutter in elektrische umzuwandeln und damit die Beleuchtungsanlage des eigenen Gartenhauses mit Strom zu versorgen, das ist das Ziel der angehenden Umweltschutztechnikerin Nadine Gollinger in ihrer Projektarbeit „Wasserkraftwerk“. Dabei berücksichtigt die gelernte Chemielaborantin die örtlichen Gegebenheiten genauso wie die technische Mach-und Umsetzbarkeit aller Komponenten vom Typ des Wasserrads bis hin zur Wahl eines Gleichstromgenerators und eines Lithium-Ionen-Akkus als Pufferbatterie.

Die am gewählten Standort recht ebene Schmutter erlaubt ausschließlich den Bau eines tiefschlächtigen Wasserrads, das mit dem natürlichen Gefälle des Flusses und dessen Fließgeschwindigkeit auskommt. Der große Nachteil dabei: es wird vergleichsweise wenig Leistung generiert. Ein Umstand, den auch die großflächigen Schneeschaufelblätter nicht komplett kompensieren können. Und so zeigen die Leistungsberechnungen auch, dass die mögliche Leistung des Wasserkraftwerks für den Betrieb der Beleuchtungsanlage um den Faktor 5 zu niedrig ist. Daher setzt Nadine Gollinger ihre fertige Bauanleitung auch nicht in die Tat um und zieht als Fazit: „Auch wenn es grundsätzlich sehr sinnvoll ist, die natürliche Kraft des Wassers zu nutzen, so sind in jedem Fall die Gegebenheiten und damit die Wirtschaftlichkeit zu beachten.“

Do It Yourself: Nadine Gollinger skizziert das Konzept zum Bau eines kleinen Wasserkraftwerks. (Bild: N. Gollinger)
Ein möglicher Standort für ein kleines Wasserkraftwerk an der Schmutter. (Bild: N. Gollinger)
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